die geschichte des rasenmaehers

Die Geschichte des Rasenmähers

 

Rasen  und Rasenmäher – ein untrennbares Symposium

Ob als Zierrasen, ob als Liegewiese oder ob als Spielrasen, ein Rasen ist aus einem Garten nicht wegzudenken. Dabei ist ein schöner Rasen wohl der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Die einen mögen ihn als englischen Rasen, die anderen am liebsten als grüne Gartenoase, vielleicht sogar angereichert mit bunten Wiesenblumen. Für welche Art seines Rasens man sich auch immer entscheidet, so haben doch alle den gleichen Anspruch an einen Rasen: er soll dicht, saftig und grün sowie frei von jedem Unkraut sein.
Um dieses zu erreichen bedarf es allerdings einer intensiven Pflege. Dabei braucht man ihn natürlich nicht einhundert Jahre lang jeden Tag bewässern und mähen, wie man es scherzhafter Weise einem englischen Rasen nachsagt, aber ein regelmäßiges Mähen des Rasens ist absolut notwendig. So sollte man einen Rasen zumindest einmal pro Woche mähen, im Frühjahr sogar zweimal. Nur so bleibt der Rasen optimal und Unkraut und Rasenkrankheiten können weitest gehend vermieden werden. Je nach Größe des Rasens kann dieses natürlich einen enormen Aufwand bedeuten. Aber hier gibt es zum Glück Rasenmäher, die diese Arbeit enorm erleichtern. Ein solches war aber nicht immer so, denn Rasenmäher gibt es erst seit dem achtzehnten Jahrhundert. Dabei ist die Geschichte des Rasenmähers sicherlich nicht nur für Gartenfreunde interessant sondern sicher auch für alle, die an technischen Entwicklungen interessiert sind.Rasenmäher - Mower

 

1827: Geburtsstunde des Rasenmähers

Als Geburtsstunde des Rasenmähers gilt das Jahr 1827. Zu verdanken haben wir dieses dem Ingenieur und Erfinder Edwin Beard Budding (1795 – 1846) aus Gloucestershire im Südwesten Englands. So gilt England nicht nur als das Mutterland eines jeden gepflegten Rasens, sondern auch als das Mutterland des ersten Rasenmähers. Hierzu muss man wissen, dass sich im 18. Jahrhundert in England eine neue Form der Gartenkunst entwickelte, die sich später in ganz Europa verbreitete: Landschaftsgärten mit intensiv gepflegten „Pleasuregrounds“ im Umfeld von Schlössern. Die Folge waren riesige Parks, deren Rasen es zu mähen galt. Dieses allerdings mit Sensen, da es ja noch keine Rasenmäher gab. So waren zum Beispiel im Park von „Blenheim Palace“, einem der ältesten und größten Schlösser von England, ständig 50 Gärtner mit dem Mähen des Rasens beschäftigt. Aber nicht nur der enorme Einsatz an Personal war ein Problem, sondern auch die Sensen selbst. So mussten dieses jedes Mal wenn sie zum Einsatz kamen neu geschliffen werden, um den Rasen nicht zu zerreißen. So wie viele Engländer es schon damals waren und auch heute noch sind, galt auch Edwin Beard Budding als Liebhaber eines schönen und gepflegten Rasens. So machte er sich Gedanken darüber, wie man einen Rasen mit weniger Aufwand schneiden konnte, als es mit Sensen möglich war. Warum keine große Schere anstatt einer Sense? Als zwei gegenläufige Sicheln in Form einer Schere? Auf diese Idee kam er bei einem Besuch einer Weberei in seiner Heimatstadt. Hier sah er eine Maschine, die den Stoff nach dem Weben an einer feststehenden Klinge entlang führte und diesen dann durch eine rotierende Spindel mit weiteren Klingen trennte, um ein gleichmäßigeres Aussehen zu erreichen. Budding kam nun auf die Idee, dass sich das Konzept einer sich gegen eine zweite feststehenden drehende Klinge auch auf das Schneiden von Gras übertragen lassen kann. Infolge dessen übertrug er dieses Prinzip auf das Rasenschneiden und schon war der erste Rasenmäher in seiner Urform, einem handbetriebenen Spindelmäher, geboren. Die Klingenbreite dieser „Mutter aller Rasenmäher“ betrug 480 mm. Da allerdings zu der damaligen Zeit die Kette noch nicht erfunden war, wurde die Kraft mittels eines Zahnradwerks aus Gusseisen übersetzt. Budding begann nunmehr seine Erfindung praktisch zu erproben. Da er jedoch für viele seiner Zeitgenossen als „der verrückte Erfinder“ galt, erprobte er seinen Rasenmäher überwiegend bei Nacht. Das wiederum führte dazu, dass ihn seine Landsleute für mondsüchtig hielten. Budding ließ sich allerdings nicht beirren und setzte seine praktischen Erprobungen fort, so auch im Londoner Regent´s Park. Als man dort bemerkte, dass sich mit Buddings Erfindung bis zu acht Gärtner einsparen ließen, meldete Budding seinen Rasenmäher im Jahr 1830 als Patent an und begann zusammen mit John Ferrabee, dem Eigentümer der Maschinenfabrik Phoenix Mill, Spindelmäher zu produzieren.

Weitere Meilensteine

Im Jahr verkaufte Budding sein Patent an die englische Firma Ransomes, die anschließend mit der fabrikmäßigen Produktion von Rasenmähern begann. In den nächsten dreißig Jahren verkaufte Ransomes über 7000 Rasenmäher. In dieser Zeit wurde auch das erste US-Patent vergeben und zwar für einen Rollenrasenmäher. So erhielt der Amerikaner Amariah Hills im Jahr 1862 ein Patent für einen von ihm entwickelten Rollenrasenmäher. Aber auch die Firma Ransomes entwickelte ihre Rasenmäher weiter. Dabei muss man sich vorstellen, dass bis zum Jahr 1902 die ganz großen Rasenmäher zuerst von Tieren gezogen wurden, später durch kleine Dampfmaschinen. Im Jahr 1902 produzierte dann Ransomes den ersten kommerziell erhältlichen Mäher mit einem Verbrennungsmotor. Für Rasenfreunde, die einmal nach England kommen: die Entwicklungsepochen der englischen Rasenmäher findet man in einem kleinen Museum in der Nähe von Newquay, Cornwall. Hier werden historische Modelle ausgestellt. Aber weiter zu der Geschichte der Rasenmäher:  In den USA wurden benzinbetriebene Rasenmäher erstmals 1919 von Colonel Edwin George hergestellt. Die erste Massenproduktion von Rasenmähern begann dann in 1921. Die nächste Stufe der Entwicklung von Rasenmähern kennzeichnet die ab 1952 von der australischen Firma Victa kommerziell hergestellten und heute noch verbreiteten Kreiselmäher. Zwar wurde schon in früheren Jahren mit Kreiselmähern experimentiert, aber sie konnten erst zur Produktionsreife entwickelt werden, als die Motoren klein genug und stark genug waren, um die Klingen mit einer hohen Geschwindigkeit anzutreiben. Ihren Siegeszug in Deutschland begannen Rasenmäher im Jahre 1956, als die Firma Spöp serienmäßig produzierte Sichelmäher auf den Markt brachte, deren Prototypen bereits im Jahr 1949 auf der DLG-Ausstellung in Hannover gezeigt wurden. Die ersten Rasenmäher in Deutschland sah man allerdings schon 50 Jahre vorher, als die Firma Gebr. Brill auf der Internationalen Kunst- und großen Gartenbau-Ausstellung 1904 in Düsseldorf „mechanische Rasenmäher für ein breites Publikum“ vorstellte und mit dem Hinweis warb, dass solche in den meisten königlichen und fürstlichen Gärten seit über 20 Jahren in Gebrauch seien.

Rasenmäher heute

Wenn man die Geschichte der Rasenmäher aus heutiger Sicht betrachtet, so stellen nicht nur Gartenfreunde fest, dass die Erfindung des Rasenmähers ein bahnbrechendes Ereignis war. Dieses gilt nicht nur für privaten Gartenbesitzer, sondern auch für viele Unternehmen und Kommunen, die sich die gestalterischen Möglichkeiten von Außenanlagen und Parks mit optisch ansprechenden Flächen in Form von Rasen zu Eigen gemacht haben. Allerdings sind fast zweihundert Jahre technische Entwicklung auch an Rasenmähern nicht vorbei gegangen. So machen ausgereifte Motorisierung und Fahrantriebe, hochwertige Materialien für das Chassis, ergonomische Griffe und Armaturen, Elektrostart oder Federmechanismen zum einfachen Anwerfen und viele weitere Details das Rasenmähen heute so bequem wie niemals zuvor (zum Beispiel auch durch Rasenmähroboter).

Die Zukunft: Roboter als Rasenmäher

Auch für Zusatzfunktionen wie zum Beispiel das Mulchen, das Auswerfen oder das Fangen von Schnittgut erleichtert die Arbeit ungemein. Dieses gilt sowohl für kleinere Rasenflächen als auch für große Rasenflächen, die mit Hilfe von zum Beispiel Aufsitzmähern und Rasentraktoren gemäht werden können. Dabei kann man zwischen einer Vielzahl von Anbietern wählen, allerdings gilt auch bei Rasenmähern das Gesetz des Marktes: nur wer als Händler oder Hersteller Rasenmäher vertreibt, die bei einer hohen Funktionalität und Qualität auch in einem gesunden Preis- / Leistungsverhältnis stehen, ist auf Dauer erfolgreich.

Typen von Rasenmähern

Der erste Rasenmäher war ein Spindelmäher

Als der englische Ingenieur und Erfinder Edwin Beard Budding am 31 August 1830 das Patentamt in London betrat, um sich den von ihm entwickelten ersten Rasenmäher der Welt patentieren zu lassen, konnte er nicht ahnen, welche weltweiten Auswirkungen seine Erfindung einmal haben sollte. Nicht nur dass in den Industriestaaten so gut wie jeder Gartenbesitzer einen Rasenmäher besitzt, es gibt sogar eine Reihe von nationalen und EU-Verordnungen und Richtlinien, die den Einsatz von Rasenmäher regeln. Gleichfalls konnte Budding nicht ahnen, welche Vielfalt und verschiedene Variationen an Rasenmähern es heute gibt. Handelte es sich bei Buddings Erfindung noch um einen einfachen handbetriebenen Spindelmäher, so kommen heute selbst Rasenmähroboter zum Einsatz. Schätzungen nach gibt es heute weit über tausend unterschiedliche Typen an Rasenmähern.

 

Wonach werden Rasenmäher unterschieden?

Ein Rasenmäher-Profi stellt bei einer Unterscheidung sicher als erstes die Art und Anordnung der Schneidewerkzeuge in den Vordergrund. Danach unterscheiden sich Rasenmäher in  Spindelmäher, Sichel- bzw. Kreismäher sowie in Balkenmäher. Ein potenzieller Käufer, der sicher nicht als Spezialist in Sachen Rasenmäher gilt, wird jedoch wahrscheinlich eine Einteilung der Rasenmäher in Elektromäher und Benzinmäher (hier spielt der Antrieb der jeweiligen Rasenmäher eine Rolle) nebst ihren Sonderformen vornehmen. Aus dieser Interessenslage heraus werden auf dieser Seite diese Mäher behandelt. Die Einteilung der Rasenmäher nach Art und Anordnung der Schneidewerkzeuge wird separat auf der Seite < Aufbau eines Rasenmähers > behandelt.

Elektrorasenmäher (mit und ohne Radantrieb)

Für einen Elektrorasenmäher spricht zunächst einmal die einfache Bedienung. So lassen sich Elektrorasenmäher leichter starten als zum Beispiel Benzinrasenmäher, haben ein geringeres Gewicht als diese, sind weniger wartungsintensiv und lassen sich leichter transportieren. Auch die Umweltfreundlichkeit ist ein Aspekt, der für einen Elektrorasenmäher spricht. Beliebt sind Elektrorasenmäher vor allen bei Haushalten, die über einen nicht allzu großen Rasen verfügen. Auch der Preis dürfte für so manchen ein Entscheidungskriterium sein. Dieser liegt bei Elektrorasenmäher niedriger als bei Rasenmäher mit einem Verbrennungsmotor. Die Einstiegsschnittbreite von Elektrorasenmähern beginnt bei den meisten Modellen bei ca. 30 cm und steigert sich im cm-Takt bis zu 45 cm Schnittbreite und mehr (nach Bedarf einstellbar). Störend empfindet allerdings so mancher Gartenbesitzer das Stromkabel. Hier findet sich eine Alternative in batteriebetriebenen Elektromähern, also Akkumähern. Neben dem entfallenden Stromkabel sprechen auch ein niedriger Geräuschpegel und eine hohe Wendigkeit für einen Akkumäher. Argumente, die gegen einen Akkumäher sprechen können die notwendige Pflege des Akkus (diese entladen sich mit der Zeit und müssen im Winter vor Frost geschützt werden), die oft geringere Leistungsfähigkeit sowie die geringere Schnittbreite gegenüber Elektromähern sein. Dennoch stellen sie besonders bei kleineren Rasenflächen eine interessante Alternative dar.

Benzinrasenmäher (mit und ohne Radantrieb)

Benzinrasenmäher haben gegenüber Elektromähern den unbestrittenen Vorteil, dass sie kabelunabhängig und damit beweglicher sind. Ihr Vorteil gegenüber Akkumähern findet sich in ihrer wesentlichen stärkeren Leistungskraft. Gerade diese beiden Argumente führen dazu, dass Benzinrasenmäher vielfach als die geeigneten Rasenmäher für größere Flächen gelten. Wie sieht es mit der Schneidefunktion aus? Bei den Benzinrasenmähern handelt es sich in der Regel um Sichelmäher. Bei diesen schlägt ein rotierendes, horizontal angebrachtes Messer mit hoher Geschwindigkeit die Grashalme ab. Das Messer wird dabei über eine vertikale Welle angetrieben. Dieses hat zur Folge, dass das Messer so schnell läuft wie sich der Motor dreht. Aufgrund der hohen Drehzahl der meisten Benzinrasenmäher (ca. 3000 Umdrehungen pro Minute) und einer Motorleistung die sich ab ca. 3 Kilowatt bewegt, entstehen an den Messerenden enorme Fliehkräfte. Diese sorgt dafür, dass selbst relativ stumpfe Messer noch akzeptable Schnittergebnisse liefern. Allerdings schlagen zu stumpfe Messer die Grashalme nur ab und fransen diesen an der Spitze aus. Durch eine Regenerierung der Grashalme heilen jedoch die Verletzungen der Halme wieder. Erkennbar ist dieses an braunen Spitzen an den Grashalmen, die dann das Aussehen von Rasenflächen unangenehm beeinflussen. So sollten die Messer nach Möglichkeit einmal jährlich (möglichst durch einen Fachmann) geschliffen werden. Neben verschiedenen Motormodellen die für die Leistung entscheidend sind, spielt hinsichtlich der Langlebigkeit auch das Material des Mähdecks eine Rolle. Gängige Materialien sind dabei Stahl, Aluminium und Kunststoffe. Ein Argument, das gegen den Einsatz eines Benzinrasenmähers spricht ist für manchen Gartenbesitzer der Geräuschpegel, der loghischer Weise höher als der von Elektromähern ist. Allerdings werden die dahingehenden gesetzlichen Bestimmungen bei den Elektromähern neuerer Bauart zumeist ohne Einschränkung erfüllt.

Profimäher

Bei den Profimähern handelt es sich um Rasenmäher, die bei dem Mähen von besonders großen Rasenflächen zum Einsatz kommen und die auf einen Dauerbetrieb angelegt sind (oft täglich mehrere Stunden). Bedingt durch die hohen Anforderungen an ihre Arbeitsleistung gibt es eine Reihe von Merkmalen, durch die sich Profimäher von den „normalen“ Rasenmähern unterscheiden. So haben zum Beispiel die Kurbelwellen von Profimähern in unmittelbarer Nähe zur Messerkupplung eine dritte Lagerstelle. Diese soll vor Schlägen schützen, die durch plötzlich auftretende Hindernisse auf die Kurbelwelle einwirken und sie verbiegen können. Auch eine gut funktionierende Rutschkupplung gilt als übliches Merkmal  eines Profimähers. Eine solche nimmt Schläge vom Messer auf und schützt damit die Kurbelwelle. Das Deck eines Profimähers besteht in der Regel aus Stahl oder Aluminium und ist sowohl innen als auch außen mit einer Panzerung versehen. Auch der Holm wird zusätzlich abgestützt. Für den Motor ist kennzeichnend, dass der Luftfilter im Gegensatz zu anderen Motormähern wesentlich höher angeordnet ist. Wie bereits erwähnt, kommen Profimäher zumeist bei dem Mähen besonders großer Rasenflächen zum Einsatz und werden zumeist von Gartenbaubetrieben etc. benutzt.

 

Sonderformen

Als Sonderformen gelten Rasentraktoren, Aufsitzmäher, Luftkissenmäher und Mähroboter.

Rasentraktoren und Aufsitzmäher

Rasentraktoren und Aufsitzmäher erleichtern auf großen Grundstücken die Arbeit. Mit diesen ist neben dem gegebenen Komfort das Rasenmähen auch auf sehr großen Rasenflächen einfach und schnell zu bewältigen. Dass man dabei noch Spaß hat, kommt sicherlich noch hinzu. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Mähern ist der, dass man bei einem Rasentraktor hinter der Motorhaube sitzt, bei dem Aufsitzrasenmäher hingegen direkt über dem Motor. Ein weiterer Unterschied findet sich in der oftmals höheren Leistung von Rasentraktoren gegenüber Aufsitzmähern. Dementsprechend ist auch der Preis bei diesen in der Regel höher (Aufsitzmäher gelten oft als Einstiegsklasse).
Beide Arten dieser Mäher, also sowohl Rasentraktoren als auch Aufsitzmäher, zeichnen sich allerdings gemeinsam dadurch aus, dass sie durch das Anhängen von Streuwagen und Schneeräumer multifunktional einsetzbar sind.

Ausitzrasenmäher

Luftkissenmäher

Auf einem Luftkissen zu gleiten und dabei den Rasen mähen? Dieses klingt sicher futuristisch, dennoch macht dieses ein Luftkissenmäher möglich. Wie sieht aber das technische Konstruktionsprinzip eines solchen Mähers aus? Zunächst einmal fördert ein Gebläserad die Luft und drückt diese in eine speziell geformte Gehäuseglocke. In dieser Glocke verfängt sich dann der Luftstrom und entweicht dann seitlich am Gehäuse. Auf dem seitlich entweichenden Luftpolster gleitet dann der Mäher. Unterhalb des Gehäuses befindet sich (wie bei herkömmlichen Sichelrasenmähern) das Schneidwerk, um den Rasen zu bearbeiten. Durch die leichte Bauweise eignet sich ein Luftkissenmäher auch für das Mähen von Böschungen. Selbst hier kann ohne großen Kraftaufwand das Gras ohne großen Kraftaufwand gemäht werden. Als Nachteil zeigt sich jedoch, dass bedingt durch die Bauart hohes Gras nicht oder nur schlecht gemäht werden kann. Darüber hinaus ist die Schnitthöhenverstellung relativ stark eingeschränkt. Ein weiterer Nachteil dürfte sein, dass das Angebot an Luftkissenmäher zumeist auf Elektromotoren beschränkt ist. Das dann benötigte Kabel schränkt die Wendigkeit – ansonsten ein Vorteil dieses Mähers – deutlich ein. Allerdings werden bei einigen wenigen Anbietern Luftkissenmäher mit besonders leichten Benzinmotoren angeboten. Bei diesen findet man dann auch Grasfangsäcke.

Mähroboter

Entspannt bei einer guten Tasse Kaffee auf der Terrasse zu sitzen und zuzuschauen, wie sich der Rasen wie von alleine mäht…nur ein Traum? Nein, Mähroboter machen dieses möglich. Wie von Geisterhand gezogen ziehen diese ihre Bahnen und hinterlassen akkurat gestutztes Gras. Aber wie funktioniert dies? Die Mähroboter werden von einem Elektromotor angetrieben, der über einen Akku mit Energie versorgt wird. Bei einem abnehmenden Energiestand laden die nützlichen Gartenhelfer an einer Basisstation, die mit dem Mäher über Funk verbunden ist, ihre Akkus selbstständig auf und machen sich danach wieder an die Arbeit. Sollte es anfangen zu regnen – ein solches macht ein weiteres Mähen unmöglich – so reagieren entsprechende Sensoren und der Roboter kehrt wieder zur Ladestation zurück.  Die Sensoren bewirken es auch, dass der Mähroboter selbstständig Hindernissen ausweicht.

Beispiel für Mähroboter

Allerdings ist der Einsatz eines Mähroboters zunächst einmal mit Arbeit verbunden. Damit ist nicht das notwendige Programmieren gemeint, das bei den meisten Mährobotern recht einfach ist, sondern das Spannen eines Führungsdrahtes, der die zu mähende Fläche begrenzt. Dieser Draht muss vor der ersten Inbetriebnahme je nach Modell knapp oberhalb oder unterhalb der Grasfläche verlegt werden. Dieser Arbeit steht natürlich der Vorteil gegenüber, dass der Roboter anschließend seine Arbeit alleine verrichtet. Dabei arbeitet der nach dem Mulch-System. Dieses bedeutet, dass das geschnittene Gras aufgefangen, im Roboter verkleinert und wieder auf dem Rasen verteilt wird. Dadurch hat man zum einen keine Mühen mit dem Wegräumen von Schnittgut und zum anderen sorgt das Schnittgut als Dünger. Sparsamer Energieverbrauch sowie ein geräuscharmer Betrieb sind weiterer Vorteile eine Mähroboters. Allerdings beeinträchtigen Steigungen ihre Funktion. So kapitulieren sie spätestens bei Steigungen von 30 Grad.

Aufbau eines Rasenmähers

Was prägt den Aufbau eines Rasenmähers?

Ob Zierrasen, Gebrauchsrasen, Strapazierrasen oder Landschaftsrasen, ein Rasen ist oft die Zierde eines Gartens und einer architektonischen Landschaft (zum Beispiel Außenanlagen und Parks). Dabei stellt jeder Gartenfreund eigene Anforderungen und Maßstäbe an einen gepflegten Rasen, doch ist allen Rasen gleich, dass diese gemäht werden müssen. Aber welcher Rasenmäher ist der geeignete? Ein solches hängt im entscheidenden Maße von der  Art und Anordnung der Schneidewerkzeuge ab, die den Aufbau eines Rasenmähers prägen. Unterschieden wird dabei nach

·       Spindelmäher

·       Sichel- bzw. Kreiselmäher und

·       Balkenmäher

Spindelmäher

Die heutigen Spindelmäher sind eine Weiterentwicklung des ersten Rasenmähers, der 1827 von Edwin Beard Budding erfunden und drei Jahre später patentiert wurde. Damals wie heute werden bei Spindelmähern die Gräser durch eine mit Messern besetzte Spindel geschnitten. Dabei ist die rotierende Spindel (mit waagrechter Achse und einer Ausrichtung von 90 Grad zur Bewegungsrichtung des Mähers) an ihrem Umfang mit Schnittblättern (Messern) versehen. Diese Schnittblätter laufen an einem Gegenmesser vorbei. Nach dem Scherenprinzip wird beim Mähen des Rasens zunächst der Grashalm erfasst und dann abgeschnitten. Die Schnittqualität selbst wird von der Anzahl der Messer bestimmt, die Schnittbreite liegt in der Regel zwischen 35 und 75 cm. Die verschiedenen Variation der Spindelmäher reichen von kleinen handbetriebenen Spindelmäher bis hin zu verbrennungsmotorbetriebene Spindelmäher verschiedener Größen für extrem große Rasenflächen wie zum Beispiel Sportplätze, Golfplätze und Parkanlagen. Das Mähen eines Rasens mit einem Spindelmäher führt zu einem hoch qualitativen Schnittergebnis. Berühmt ist der Einsatz von Spindelmähern auf dem „heiligen Rasen“ von Wimbledon. Dieses ist dabei absolut typisch für England, das von höheren Niederschlägen als zum Beispiel Deutschland gekennzeichnet ist. So sind Spindelmäher in England häufiger anzutreffen als in Deutschland, denn die Schnitte müssen in relativ kurzen Abständen erfolgen. Der häufige Schnitt führt allerdings zu einem vermehrten Wasserverlust der Grashalme über die Schnittfläche. In Folge dessen müssen vielfach die Rasenflächen bewässert werden, was aber in regenreichen gebieten wie zum Beispiel England zumeist entfällt.

Sichel- bzw. Kreiselmäher

Der Sichel-Rasenmäher verdankt seinen Namen der Arbeitsweise von herkömmlichen Sicheln, die man zuweilen noch in der Landwirtschaft (zum Beispiel auf Almen und Bergwiesen) antrifft. Ähnlich dem Mähen mit einer Sichel schlägt ein rotierendes, horizontal angebrachtes Messer die Grashalme ab, dieses allerdings mit hoher Geschwindigkeit. Die beiden Messerbalkenhälften stehen ähnlich der Wirkungsweise eines Propellers in einem bestimmten gewissen aerodynamischen Anstellwinkel. Hierdurch wird eine Luftströmung erzeugt, die von unten durch die Rotationsblätter nach oben geleitet wird. Dieses bewirkt, dass das abgeschnittene Gras hochbefördert wird und durch einen entsprechend geformten Kanal im Gehäuse in einen Behälter geblasen wird. Alternativ gibt es auch Sichelmäher, bei denen das abgeschnittene Gras mit Hilfe der Zentrifugalkräfte seitlich nach außen in einen Grasfangkorb geschleudert wird. Die Vorteile der Sichelmäher gegenüber Spindelmäher finden sich neben einer guten Flächenleistung vor allen Dingen in einer geringeren Störanfälligkeit beim Schneiden. Darüber hinaus ist es möglich, den Abstand zwischen Mähwerk und Boden zu variieren und damit die Schnitthöhe zu verstellen. Bei Handrasenmäher (diese sind in der Regel Sichelmäher) erfolgt die Einstellung der Schnitthöhe meistens über eine Höherverstellung der Räder. Bei Aufsitzmähern oder Rasentraktoren (auch solche arbeiten oft mit der Sichelfunktion) wird das Mähwerk angehoben oder abgesenkt. Gewisse Nachteile gegenüber Spindelmäher und Balkenmäher zeigen sich in einem ungenaueren Schnitt der Grashalme. Dieses liegt daran, dass bei Sichelmähern der Schnitt frei erfolgt, also nicht in Verbindung mit einem Gegenmesser.
Eine Sonderform der Sichelmäher findet sich  so genannten Kreiselmähern. Diese werden zumeist in der Landwirtschaft eingesetzt um Gras in großen Mengen für zum Beispiel Heu oder Frischfutter zu mähen. Kreiselmäher arbeiten mit rotierenden Mähwerken (bewegliche Messer) und mähen im freien Schnitt.

Balkenmäher

Im Gegensatz den anderen Rasenmähern, die oft eine Feinarbeit leisten, ist der Balkenmäher eher für gröbere Arbeiten geeignet, zum Beispiel auch für das Mähen von grobkörnigen Wiesen und Heideflächen. Seinen Namen verdankt der Balkenmäher einem Mähbalken, der vor dem Gerät angebracht ist. An diesem Balken sind dreieckförmige Messer angebracht, die oft 15 bis 20 Zentimeter lang und 2 bis 3 Zentimeter dick sind. Das Mähen erfolgt nach dem Scherenschnittprinzip, bei dem eine Messerschiene, die mit dreiecksförmigen Messerklingen bestückt ist, gegen eine feststehende oder auch bewegliche Gegenschneide schneidet. Auf heimischen Wiesen werden zumeist selbstfahrende Balkenmäher eingesetzt, die durch einen eigenständigen Motor angetrieben werden. In der Landwirtschaft werden in der Regel Balkenmäher verwendet, die an einen Traktor oder Mähdrescher angebaut sind und durch diese angetrieben werden.

Sonderform Mulchmäher

Wussten Sie dieses? In einer Mähsaison fallen auf 100 qm Rasenfläche ca. 80 kg Grasschnitt an. Dieser muss natürlich entsorgt werden. Dabei streiten sich sicherlich die Gemüter. Für die einen ist es eine lästige Arbeit, für die anderen wiederum eine Gelegenheit, den Komposthaufen im Garten biologisch anzureichern. Aber warum den Grasschnitt nicht auf dem Rasen liegen lassen und so die Nährstoffversorgung des Rasens und des Bodens sicherzustellen? Leider ist es nicht mit dem einfachen Liegenlassen getan, denn wenn der Grasschnitt nicht klein genug ist, schadet dieses dem Rasen. Eine ideale Lösung ist hier der Einsatz eines Mulchmähers. Ein solcher zerschneidet im Gegensatz zu konventionellen Rasenmähern das Schnittgut wesentlich kleiner. Hierfür sorgen speziell geformte Schneidklingen (gekröpfte Messer) oder ein zweites Schneidwerk. Dabei schneidet der Mulchmäher die Grashalme in einem rundum geschlossenen Mähdeck, das keinen seitlichen oder hinteren Auswurf besitzt. Die Halme werden dabei in einem vom Messer erzeugten Luftstrom gehalten, mehrfach zerkleinert und anschließend durch das vom gekröpften Messer erzeugten Luftstrom wieder in die Grasnarbe zurückgebracht. Mulchmäher führen aber auch noch zu einem weiteren ökologischen Vorteil. Hierzu muss man wissen, dass das Rasenschnittgut bis zu 90 Prozent Wasser enthalten kann. Die restlichen 10 Prozent sind organische Bestandteile, die wieder zerlegt werden und dem Rasen gleichfalls als Nährstoff zur Verfügung stehen. So ist das Mulchen eine hervorragende Möglichkeit zur Bodenverbesserung und spart einen Teil der sonst nötigen Düngung ein. Allerdings muss bei dem Mähen mit einem Mulchmäher darauf geachtet werden, dass die Grashalme nicht zu lang sind und das Gras insgesamt nicht zu nass ist.

Einsatzgebiete von Rasenmähern

Größe und Art eines Rasens sind für die Wahl eines Rasenmähers entscheidend

Bei einer Beantwortung der Frage, welche Rasenmäher für welches Einsatzgebiet geeignet ist, spielen sowohl die Größe des Rasens als auch die Art des Rasens (zum Beispiel Zierrasen oder Gebrauchsrasen) und die damit verbundene gewünschte Höhe des Rasens eine Rolle. Darüber hinaus muss auch die Ebenheit oder Unebenheit des Bodens (zum Beispiel Hanglagen) genauso betrachtet werden, wie die angelegte Form des Rasens (zum Beispiel verwinkelte Gärten oder Gärten mit vielen Hindernissen). Natürlich sind auch die persönlichen Vorlieben zu berücksichtigen. So träumt der eine zum Beispiel von einem Rasentraktor, der andere wiederum von einem Luftkissenmäher. So verständlich ein solcher Wunsch natürlich ist, so rücken trotzdem bei einer Kaufentscheidung wieder die vorgenannten Komponenten in den Vordergrund. So ist zum Beispiel der Einsatz eines Rasentraktors nur bei sehr großen Rasenflächen sinnvoll.

Rasengröße

Bei der Größe des Gartens gilt für Rasenmäher die Faustregel: Je größer die Schnittbreite des Rasenmähers desto schneller ist der Rasen gemäht! So beginnt diese zum Beispiel bei Handmähern bei 30 cm und endet bei  einer Schnittbreite von 130 cm, die man bei Rasentraktoren vorfindet. Unter Berücksichtigung der Schnittbreiten der verschiedenen Rasenmäher dient die nachfolgende Tabelle als Anhaltspunkt dafür, welche Rasenmäher für welche Rasengrößen sinnvoll sind.

Auch nach der Art der Schneidewerkzeuge und der damit verbundenen Schneidetechnik  ergeben sich Anhaltspunkte für die Einsatzbereiche von Rasenmähern. Die nachfolgende Tabelle dient gleichfalls wieder als Orientierungshilfe und Anhaltspunkt.

Unebene Flächen

Bei einem unebenen oder hügeligen Gelände wird das Rasenmähen naturgemäß schwieriger. Dieses führt dazu, dass sich nicht alle Rasenmäher für einen dortigen Einsatz eignen. Natürlich spielen die einzelnen Gegebenheiten eine Rolle, aber als Faustregel gilt, dass Benzinmäher mit Zweitaktmotoren und einem Radantrieb (je nach Unebenheit am besten mit einem Vierradantrieb)  für solche Gelände die besten Eigenschaften vorweisen.

Blumenwiese

Wer einen Blumenrasen oder eine Blumenwiese besitzt, sollte sich nach Möglichkeit für einen speziellen Wiesenmäher entscheiden. Solche Mäher sind in der Regel als Motormäher (Zweitakter oder Viertakter) konzipiert. Das eigentliche Einsatzgebiet von Wiesenmähern sind Wildwiesen, aber wie bei diesen sind auch Blumenwiesen im eigenen Garten oft mit einem hohen Graswuchs versehen. Gerade für hohes Gras sind Wiesenmäher besonders geeignet. Von herkömmlichen Rasenmähern unterscheidet sich Wiesenmäher durch einen stärkeren Antrieb (zumeist einen Radantrieb bei weit auseinander stehenden Rädern) und  damit verbunden durch eine bessere Geländegängigkeit. Hinzu kommt ein robust ausgelegtes Mahlwerk, das dazu führt, dass selbst hartnäckiges Unkraut und Dornengestrüpp gegen einen Wiesenmäher keine Chance haben.

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